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Krötenwanderung in und um Rädel

Nach langen Diskussionen innerhalb unseres Krötenzaun-Aufbau-Teams haben wir uns
entschlossen, trotz des rückgängigen Krötenaufkommens in den letzten Jahren, zum 11. Mal
wieder einen Krötenzaun hinter unserem Grundstück auf dem Feld von Parceval aufzubauen.
Nach anfänglichen kleinen Sammelerfolgen blieb die Zahl der geretteten Amphibien jedoch
wieder unter unseren Erwartungen. Trotzdem kontrollierten wir täglich 1 - 2 Mal die Eimer und
konnten einige wunderbare Exemplare über die Straße retten. Jetzt, Ende März, geht in diesem
Jahr mit seinen Temperaturkapriolen, die Krötenlaufzeit zu Ende. Wir haben 44 Erdkröten
gerettet, immerhin 14 mehr als in 2025!

 

Bei den Erdkröten sind die Weibchen wesentlich größer als die Männchen, da sie diese oft
schon vom Wald zum Laichgewässer tragen. Immerhin legen die Weibchen dabei bis zu 1 km
zurück. Und dies nach der langen Winterzeit, die sie verbuddelt im Wald verbringen. Bei
steigenden Temperaturen im Frühjahr bekommen die Tiere Laich- und Vermehrungsdruck,
sodass sie ziemlich gleichzeitig innerhalb weniger Wochen ihre Laichgewässer aufsuchen.
Leider befinden sich zwischen den Winterquartieren und dem Laichgewässer oft Straßen.

 

Nachdem die Erdkröten ihre Laichschnüre um Schilfstängel gewickelt haben, bleiben einige im
oder nah am Wasser, andere treten den Weg zurück in den Wald an. Dies führt dazu, dass die
Tiere nicht in großer Zahl gleichzeitig (wie auf dem Hinweg) die Straßen überqueren und
dadurch mehr Überlebenschancen haben.

 

In diesem Jahr wechselten viele Erdkröten vom Wald am Forsthaus Großheide über die
Gemeindestraße zum Gohlitzsee. Leider wurden dadurch viele Kröten überfahren bzw. sind
geplatzt. 

Hierzu folgendes: Auch wenn die Autofahrer ausweichen, jedoch ihr Tempo nicht auf
Schrittgeschwindigkeit reduzieren, platzen die Kröten durch den Druck des vorbeifahrenden
Autos. Eine Bewohnerin aus Rädel alarmierte den NABU, der wiederum (leider fast am Ende
der Saison) innerhalb von nur wenigen Tagen über den Landkreis dafür sorgte, dass
Krötenwanderungsschilder aufgestellt wurden. Aber was nützen Schilder, wenn man nicht
weiß, dass die Geschwindigkeit erheblich zu reduzieren ist?

 

Wir Naturschützer können nur darauf aufmerksam machen und die Menschen bitten,
gemeinsam mit uns zum Erhalt einer uralten Art beizutragen. Zudem könne Erdkröten bis zu
35 Jahre alt werden.

 

Angelika Hermann
im März 2026

Fotoserien

Krötenwanderung 2026 (DI, 31. März 2026)

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Veröffentlichung

Di, 31. März 2026

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